A-Liga 1: Abgezockte Gäste

Ronaldo Zauber-Freistoß ebnet den Weg zum Dreier

09. September 2021, 20:54 Uhr

Voller Einsatz war im Eggestadion angesagt

Das Nachholspiel vom ersten Spieltag - fiel wegen Corona aus - zwischen den Gastgebern vom FC Neuenheerse/Herbram und der TIG Brakel wurde am Abend nachgeholt. Vor gut 90 Zuschauern konnte sich dabei die TIG Brakel mit 4:1 durchsetzen und verbuchte im ersten Saisonspiel den ersten "Dreier". 

FC Neuenheerse/Herbram - TIG Brakel (0:2)

Und das Spiel begann flott. Nach fünf Minuten hatten die Gäste aus Brakel die große Chance auf das 0:1. Ocan Kir kam aus Sechszehnmetern frei zum Schuss, verzog die Kugel aber links am Tor vorbei. Die Antwort von Neuenheerse/Herbram dauerte. In der 20. Minute tauchte Niklas Schwarze frei vorm TiG Gehäuse auf, schippte den Ball aber vorbei. Nun war die Heimelf in der Partie. Neuenheerse/Herbram verbuchte ein Übergewicht, aber der Treffer fiel auf der anderen Seite. Nach einem schnellen Konter konnte Ozan Kir das 0:1 für die Gäste erzielen. Nun war TIG im Spiel und legte vor der Pause noch nach. Kadir Gündogan traf vor der Pause per "Zauberfreistoß" in den Winkel. Auch Detlef Jacobi, Trainer des FC Germete/Wormeln, der die Partie beobachte, war von der Freistoßaktion angetan. „Einfach super getreten, genau in den Winkel. Ronaldo lässt grüßen“.


So ist ging es mit einem 0:2 in die Kabine. Sedat Yalcin vom TIG Trainer Team war auf dem Gang zur Kabine zufrieden mit seinen Jungs. „Es läuft auch ohne die großen Alternativen auf der Bank“ so der sympathische TIG Coach mit einem Schmunzeln.

Nach der Pause verbuchten die Gastgeber erneut drei richtig gute Möglichkeiten, vergaben diese jedoch allesamt. So schlug der Moment von Robert Machleidt. Der TIG Akteur tanzte seinen Gegenspieler aus und legte die Kugel gekonnt per Schlenzer ins lange Eck zum 3:0 für die TIG (68.). Eine Art Vorentscheidung dieser Partie. Zwar konnte der spielende Co-Trainer Stephan Sprock noch auf 1:3 für die Platzelf verkürzen (86.), den drei Tore Abstand stellte Tarik Aksoganz mit dem 4:1 aber postwendend wieder her (89.).

Cihan Gündogan, Trainer der Gäste fasste nach dem Sieg zusammen. „Ich bin eigentlich zufrieden, aber die Jungs war in der zweiten Hälfte platt. Da hat man den Trainingsrückstand einfach gesehen. Wir hätten zur Pause schon deutlich führen können, haben einige dicke Dinger ausgelassen. Jedoch hatte auch Neuenheerse einige Möglichkeiten, auch in der zweiten Hälfte haben wir einfach zu viele Gelegenheiten für die Gastgeber zugelassen, das wird gegen bessere Mannschaften dann schon bestraft. Aber wir sind zufrieden mit dem Auftakt der auch wichtig für die Moral ist. Wir hatten heute einen schmalen Kader da einige Jungs arbeiten mussten, deshalb war das ein guter Auftakt für uns. Wir müssen uns aber in den kommenden Spielen Stück für Stück steigern und die Chancenverwertung auch effizienter gestalten.“ 

Stephan Sprock, Co-Trainer und Torschütze der Hausherren vom FC bilanzierte. „Wir waren in der ersten Halbzeit vor allem in der ersten halben Stunde die klar spielbestimmende und überlegene Mannschaft, griffig und gut in den Zeitkämpfen, lassen aber leider zwei, drei gute Chancen liegen. Brakel sticht nach einem Fehler direkt zu und macht gefühlt drei Minuten später nach einem Traumfreistoß das 2:0. In der zweiten Halbzeit machen wir gleich wieder Druck und wollen den Anschlusstreffer machen. Brakel spielt nur noch die Konter mit kurzen Pässen auf die 6er, 8er und anschließend schnell die Bälle auf die beiden Außenstürmer, welche dann ihr Glück im eins gegen eins mehrmals in Kontensituationen suchen. So kriegen wir in der zweiten Halbzeit den Ball nach mehrfachen Chancen wieder nicht im Tor unter und Brakel nutzt dann einen Konter zum 3:0. Wir machen nochmal Minuten vor dem Ende den Anschlusstreffer, aber Brakel spielt es dann letztendlich runter und setzt noch einen Konter zum 4:1. Am Ende haben wir einfach die Tore nicht gemacht und Brakel damit auch verdient gewonnen, aber es ist schade, denn sowohl ein Punkt oder auch drei wären heute machbar gewesen. Hätte, wenn und aber hilft uns natürlich nicht weiter. Der Fokus liegt jetzt auf Sonntag.“


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