Druck im Keller wächst

Platzt Sonntag endlich der gordische Knoten?

01. Oktober 2021, 19:40 Uhr

Wir werfen einen Blick auf den kommenden Spieltag bei den Damen. Besonders gefordert der SV Ottbergen-Bruchhausen der immer noch auf den ersten Dreier wartet. 

Westfalenliga: SV Bökendorf – SV Germania Hauenhorst (Sonntag, 13:00 Uhr)

SV Germania Hauenhorst will die Erfolgsserie von drei Siegen bei, SV Bökendorf ausbauen. Letzte Woche siegte der SV Bökendorf gegen VfL Bochum 1848 II mit 4:0. Damit liegt Bökendorf mit sieben Punkten jetzt im Tabellenmittelfeld. Zuletzt kam SV Germania Hauenhorst zu einem 5:1-Erfolg über DJK VfL Billerbeck.

Bisher verbuchte Bökendorf zweimal einen dreifachen Punktgewinn. Demgegenüber stehen ein Unentschieden und zwei Niederlagen.

Die Elf von Coach Ralf Spanier ist in dieser Saison immer noch ungeschlagen. Die Bilanz lautet drei Siege und zwei Unentschieden.

Die Zuschauer dürfen auf viele Tore hoffen. Beide Mannschaften gehören, mit einem Schnitt von über 2,4 Toren pro Spiel, zu den offensivstärksten der Liga. Der tabellarische Abstand ist gering, beide Mannschaften trennen nur vier Zähler. Die Offensive von SV Germania Hauenhorst in Schach zu halten ist kein Zuckerschlecken. Bereits 14-mal schlugen die Angreiferinnen in dieser Spielzeit zu.

Formal ist die Heimmannschaft im Spiel gegen SV Germania Hauenhorst nicht der Favorit. Dennoch rechnet sich SV Bökendorf Chancen auf Punkte aus.


Bökendorfs Trainerin Vera Müller beschreibt. "Mit Hauenhorst kommt ein Gegner, der uns in der Defensivarbeit wieder mehr abverlangen wird. Wir haben uns in den letzten beiden Spielen das nötige Selbstbewusstsein geholt und wollen nach vorne hin wieder für richtig Wirbel sorgen. Drei/ vier Spielerinnen sind verletzungs- bzw. krankheitsbedingt angeschlagen. Chantal Woznitza und Lilly Echterling werden fehlen. Zurück sind Eldisa Tokovic und Hannah Wiese."

Landesliga Staffel 1: TuRa Löhne – Phönix 95 Höxter (Sonntag, 15:00 Uhr)

TuRa Löhne will gegen Phönix 95 Höxter die schwarze Serie von drei Niederlagen beenden. Am letzten Sonntag verlief der Auftritt von TuRa Löhne ernüchternd. Gegen SV Germania Stirpe kassierte man eine 0:4-Niederlage. Den ersten Saisonsieg feierte Phönix 95 Höxter vor Wochenfrist gegen SC Wiedenbrück (8:0).

Ins Straucheln könnte die Defensive von TuRa Löhne geraten. Die Offensive von Phönix 95 Höxter trifft im Schnitt mehr als zweimal pro Match. Hier spielen zwei enge Konkurrenten gegeneinander. Phönix 95 Höxter nimmt mit fünf Punkten den neunten Platz ein. TuRa Löhne liegt aber mit nur einem Punkt weniger auf Platz zehn knapp dahinter und kann mit einem Sieg an Phönix 95 Höxter vorbeiziehen. Beide Teams fuhren in dieser Saison bisher einen Sieg ein. Phönix 95 Höxter wie auch TuRa Löhne haben in letzter Zeit wenig geglänzt, sodass beide aus den letzten fünf Partien jeweils nur einmal als Sieger vom Feld gingen.


Auch wenn es für die Trainer von Sonntag zu Sonntag immer schwerer wird, die richtige 11 auszuwählen, so bringt es der gesamten Mannschaft aktuell den gewünschten Erfolg.
"Sonntag in Löhne wollen wir weiter dran bleiben. Die Stimmung im Team ist sehr gut. Alle geben Gas im Training und das macht uns als Mannschaft besser. Das Selbstvertrauen und der Glaube in die eigene Stärke sind wieder da. Das bestätigt meine Aussage von vor 3 Wochen, das Fußball nun mal stark von Ergebnissen und vom Kopf abhängig ist. Wir wollen unsere Serie fortsetzen und wollen uns natürlich auch in Löhne nicht verstecken und natürlich dort auch Punkte mitnehmen", so Phönix Coach Philipp Müller.

Landesliga Staffel 1: SC Wiedenbrück – SV Ottbergen-Bruchhausen (Sonntag, 15:30 Uhr)

Am Sonntag trifft SC Wiedenbrück auf SV Ottbergen-Bruchhausen. Anstoß ist um 15:30 Uhr. Am vergangenen Sonntag ging SC Wiedenbrück leer aus – 0:8 gegen Phönix 95 Höxter. Der letzte Auftritt von SV Ottbergen-Bruchhausen verlief enttäuschend. Vor heimischem Publikum setzte es eine 1:6-Niederlage gegen SC Borchen.

SC Wiedenbrück muss man vor allem fehlende Durchschlagskraft im Angriff attestieren: Kein Team der Frauen Landesliga Staffel 1 markierte weniger Treffer als das Schlusslicht. Fünf Partien, fünf Niederlagen. Die Bilanz des Heimteams spricht eine mehr als deutliche Sprache.

In der Defensive drückt der Schuh bei SV Ottbergen-Bruchhausen, was in den bereits 16 kassierten Treffern nachhaltig zum Ausdruck kommt. Für die Elf von Manuel Bohnert muss der erste Saisonsieg her.

Diese Begegnung lässt auf Tore hoffen, auch wenn beide Mannschaften vor allem durch Gegentreffer auffallen. So griff SC Wiedenbrück bisher 27-mal ins eigene Netz. Dagegen hatte SV Ottbergen-Bruchhausen bisher 16-mal das Nachsehen in dieser Saison. SV Ottbergen-Bruchhausen befindet sich derzeit im Tabellenkeller.


"Ziel ist es natürlich, gegen einen direkten Konkurrenten drei Punkte mitzunehmen. Wir wollen auf die guten Phasen der letzten Spiele aufbauen. Personell werden wir endlich wieder etwas mehr Alternativen haben", so Manuel Bohnert SV Ottbergen-Bruchhausen Übungsleiter.

Bezirksliga Staffel 2: SV Kollerbeck – SuS Scheidingen II (U23) (Sonntag, 13:00 Uhr)

Nach nur einem Punkt aus den zurückliegenden drei Partien steht Scheidingen II am Sonntag im Spiel gegen Kollerbeck mächtig unter Druck. Mit einem 2:2-Unentschieden musste sich SVK kürzlich gegen die SG Hövelriege/Stukenbrock zufriedengeben. Am vergangenen Sonntag ging der SuS II leer aus – 0:1 gegen den SJC Hövelriege.

Die Defensive von SV Kollerbeck (drei Gegentreffer) gehört zum Besten, was die Bezirksliga Staffel 2 zu bieten hat. Der Gastgeber ist in dieser Saison immer noch ungeschlagen. Die Bilanz lautet zwei Siege und ein Unentschieden.

Mit erst einem erzielten Tor hat der SuS Scheidingen II (U23) im Angriff Nachholbedarf. Am Sonntag wollen die Schwarz-Weißen den ersten Sieg feiern.

Besonderes Augenmerk sollte Scheidingen II auf die Offensive von Kollerbeck legen, die im Schnitt über dreimal pro Match ein Tor erzielt. Ob das Spiel so eindeutig endet, wie die Tabelle vermuten lässt? Der SuS II schafft es mit einem Zähler derzeit nur auf Platz zehn, während SVK sechs Punkte mehr vorweist und damit den dritten Rang einnimmt.


"Nach unserem schwachen Auftritt in Stuckenbrock erwartet uns im Heimspiel gegen Scheidingen ein Gegner, der wahrscheinlich ganz ähnlich agieren wird. Wir müssen diesmal von Beginn an die Zweikämpfe annehmen und eine hohe Laufbereitschaft an den Tag legen. Außerdem müssen wir uns spielerisch wieder verbessern, das war am Sonntag definitiv zu wenig und nicht das, was wir in der Lage sind zu leisten. Kurzum müssen wir uns in allen Mannschaftsteilen deutlich steigern, um den angepeilten Heimsieg einzufahren. Ich erwarte von der Mannschaft eine Reaktion und deshalb bin ich guter Dinge, das es mit dem nächsten Dreier klappt", so SVK Coach Patrick Oestreich.

Kommentieren