Narusevicius: „Unsere Achse steht“

TSC Höhenflug: Alle Unkenrufe bisher widerlegt

22. September 2021, 07:40 Uhr

Rytis Narusevicius hat den klaren Blick für die Situation und den Laden im Griff

Der Bezirksligist TSC Steinheim grüßt nach vier Spieltagen als Tabellenzweiter in der Tabelle. 10 Punkte wurden aus drei Siegen und einem Remis generiert. Dabei waren die Aussichten vor der Spielzeit nicht wirklich so, dass man an der Emmer von solch einer Serie ausgehen konnte. Es gab keinen externen Neuzugang und zudem noch Abgänge. Aber die Jungs von Trainer Rytis Narusevicius und der Vorstand um Geschäftsführer Erdal Öztürk haben es trotzdem geschafft.

Alle kämpfen und reden weniger

„Erstmal kämpfen wir alle auf dem Platz und es wird weniger geredet“, sieht der litauische Trainer und Ex-Regionalligaspielerhier darin einen großen Einfluss auf die aktuellen Erfolge. Zudem hat der Coach seine Schlüsselspieler formiert und von hinten bis vorne eine Formation gefunden, die passt. „Die Achse steht mit Tuncay Aydin, Ertan Erünsal, Muhammed Bozkurt, Aykut Erünsal Lukas Plat, Jason Jeyabalan“, sieht der Coach hier ein entscheidendes Plus zur letzten Spielzeit. 


Zudem fiel bisher auf das der TSC auch nach Negativerlebnissen im Spiel weitermacht und sich nicht mit Nebengeräuschen verzettelt. „Im letzten Spiel haben wir zu viele Torchancen zugelassen, sonst war es gut und wenn wir in Rückstand geraten, fallen wir auch nicht mehr auseinander. Wenn du gewinnst, ist natürlich auch das Selbstvertrauen größer und man hat auch mal das Spielglück wie zuletzt in Augustdorf. Wir werden auf wieder schlechtere Zeiten haben, aber es ist wichtig das die Einstellung so bleibt“, führt Narusevicius weiter aus.

Wir sind in dieser Saison unberechenbar

Topfit und super wichtig für den TSC. Ertan Erünsal

Einer der Schlüsselspieler ist Ertan Erünsal. Der 33-jährige Mittelfeldroutinier erklärt das Steinheimer Hoch und hat die Erklärung parat. „Ich denke, das wir in diesem Jahr sehr gut zusammen gewachsen sind. Die jüngeren Spieler wissen mittlerweile, worauf es in der Bezirksliga ankommt und machen ihr Arbeit hervorragend. Wir spielen dieses Jahr wirklich als Team und verlangen bis dato jedem Gegner alles ab, sei es kämpferisch oder fußballerisch. Unser Umfeld passt einfach ein riesen Lob an unsere Zuschauer und den Vorstand, die uns überall hin begleiten und uns nach vorne peitschen das alles ist einfach super in diesem Jahr.“


Erünsal hat dann für den Cheftrainer auch nur positive Worte. „Die wichtigste Rolle spielt unser Trainer. Er ist einfach ein Fuchs, er weiß ganz genau, was er macht, er bereitet uns sehr gut auf die Spiele vor und das allerwichtigste er ist menschlich auf einem sehr hohen Niveau und dass alles passt einfach und macht uns stark.“
Auch Erünsal weiß das die Experten vor dem Saisonstart nicht sonderlich viel auf den TSC Steinheim gesetzt haben. „Es war nicht zu erwarten, aber viele haben an ihrer Denkweise einiges geändert, denn Fußballspielen können wir alle, nur wir sind in den letzten Jahren nach einem Gegentor schnell eingebrochen und das ist in dieser Saison nicht der Fall, siehe gegen Oerlinghausen nach einem 1-2, haben wir das Spiel auf 4-2 gedreht, genauso gegen Lügde nach einem 1-3 noch das 3-3 erkämpft, das alles macht uns in dieser Serie unberechenbar.“

Man hilft sich untereinander beim TSC

Trotz des kleinen Kaders hilft man sich untereinander von allen Seiten. „Dazu meint Erünsal. „Unser Kader ist klein und wir haben eine Mischung aus alten und jungen Spielern und leider viele verletzte, die auch seit Wochen trotzdem versuchen zu spielen, unter anderem auch ich. Es helfen auch die Altherren-Spieler und die 2. Mannschaft aus vielen dank noch mal an sie, wir hoffen, alle bleiben gesund und wir können so weiter machen.“

Trotz des Hochs haben sich die Ziele in der Emmerstadt in keiner Weise verändert wie Erünsal betont. „Wir wollen die Liga halten und nichts mit dem Abstieg zu tun haben und möchten einen guten Fußball zeigen und einen guten einstelligen Tabellenplatz erreichen. Ich hoffe das wird uns auch gelingen.“

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